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Infrarotheizung: Vor- und Nachteile

Ratgeber · Infrarotheizung

Infrarotheizung: 6 Vorteile – und 2 Punkte, die Sie kennen sollten

Warm in Minuten, montiert an der Steckdose, ohne Baustelle. Wo Infrarot wirklich überzeugt – und wo nicht.

Gefertigt in Bayern 5 Jahre Garantie Kostenfreier Rückversand

Kurz gesagt

Ist super in gut gedämmten Räumen, für gezielt beheizte Zonen wie Bad oder Arbeitszimmer. Passt weniger als Alleinheizung im unsanierten Altbau.

6 Vorteile einer Infrarotheizung

1

Wärme in wenigen Minuten

Infrarot erwärmt nicht die Luft, sondern Wände, Böden und Personen direkt. Spürbar nach wenigen Minuten – ideal fürs Bad am Morgen oder das Gästezimmer.

2

Montage ohne Baustelle

Halterung an die Wand, Stecker in die Schuko-Dose, Thermostat koppeln. Kein Rohrnetz, kein Handwerkertermin – und beim Umzug kommt die Heizung einfach mit.

3

Kaum Staub, kaum trockene Luft

Ohne Luftumwälzung wird weniger Staub aufgewirbelt – ein Plus für Allergiker. Und weil die Wandoberfläche warm bleibt, kondensiert dort seltener Feuchtigkeit.

So verteilt sich die Wärme im Raum

Heizkörper: warme Decke, kalte Füße

24 °C 19 °C

Die warme Luft sammelt sich unter der Decke, unten bleibt es kühler – und der Kreislauf trägt Staub mit.

Infrarot: gleichmäßig von unten bis oben

21 °C 21 °C

Wände, Boden und Personen werden direkt erwärmt. Die Luft bleibt ruhig, die Temperatur überall gleich.

4

Naturstein speichert die Wärme

Ein Heizkörper wird kalt, sobald kein warmes Wasser mehr ankommt. Ein massiver Natursteinkern strahlt weiter, wenn der Strom längst aus ist – das verlängert die Pausen zwischen den Heizphasen.

Nach dem Abschalten

Heizung aus Wärme ohne Strom viel wenig 0 30 60 90 Minuten nach dem Abschalten Wärmeabgabe
Naturstein-Kern Heizkörper Nachwärme

Ergebnis: Der Raum bleibt warm, während die Heizung längst aus ist – weniger Heizphasen, weniger Strom.

5

Praktisch keine Wartung

Kein Brenner, kein Wasserkreislauf, keine beweglichen Teile. Heizungswartung und Schornsteinfeger entfallen. Lebensdauer hochwertiger Panels: 20 bis 30 Jahre.

6

GEG-konform mit Ökostrom oder PV

Die geforderten 65 Prozent erneuerbare Energie erfüllt Infrarot über einen Ökostromtarif oder die eigene Photovoltaik. Ein Verbot von Infrarotheizungen gibt es nicht.

Zwei Dinge, die Sie vorher wissen sollten

01

Ohne Photovoltaik im Betrieb teurer als eine Wärmepumpe

Aus einer Kilowattstunde Strom wird bei Infrarot eine Kilowattstunde Wärme – eine Wärmepumpe holt ein Mehrfaches heraus. Für einzelne Räume bleibt das gut kalkulierbar; für die gesamte Wohnfläche summiert es sich. Mit eigener Photovoltaik dreht sich das Bild deutlich, weil Eigenstrom erheblich günstiger ist als Netzstrom.

02

Raum für Raum statt Zentralheizung

Jeder Raum bekommt ein eigenes Panel samt Thermostat – dafür heizen Sie nur dort, wo Sie es brauchen. Im gedämmten Neubau rechnet man mit etwa 40 bis 60 Watt pro Quadratmeter, im unsanierten Altbau deutlich mehr; dort ist Infrarot die gezielte Ergänzung statt Alleinheizung. Die Dämmungsfrage stellt sich übrigens genauso bei der Wärmepumpe.

Der schnelle Vergleich

Kriterium Infrarot Wärmepumpe Gas
Anschaffung niedrig hoch mittel
Installation Steckdose Außengerät, Hydraulik Gasanschluss
Betrieb ohne PV höher niedriger steigend
Betrieb mit PV deutlich niedriger niedrig entfällt
Wartung entfällt weitgehend regelmäßig regelmäßig
Betriebsbereit in Stunden Wochen Tagen

Bei ausreichender Dämmung und Budget bleibt die Wärmepumpe langfristig das effizienteste System. Infrarot punktet bei Einstiegshürde, Tempo und im Zusammenspiel mit Photovoltaik. Gas ist im Betrieb etabliert, wird durch den CO₂-Preis aber absehbar teurer.

Passt sie zu Ihnen?

Ja, wenn …

  • das Gebäude gut gedämmt oder saniert ist
  • einzelne Räume gezielt warm werden sollen: Bad, Home Office, Wohnzimmer, Garage
  • eine Photovoltaikanlage vorhanden oder geplant ist
  • nicht gebaut werden darf: Miete, Denkmalschutz, laufender Betrieb
  • ein Nachtspeicherofen ersetzt werden soll und der Anschluss bleibt

Eher nicht, wenn …

  • der unsanierte Altbau komplett beheizt werden soll
  • weder Ökostrom noch PV genutzt werden und nur die laufenden Kosten zählen
  • eine zentrale Regelung für viele Räume erwartet wird

Marwona: Infrarot aus massivem Naturstein

Natursteine aus der Fränkischen Alb. Entwicklung, Design und Endmontage in Bayern.

Speichermassegibt Wärme nach dem Abschalten weiter ab
Gleichmäßige Abstrahlungüber die gesamte Fläche
Gewachsene Maserungkeine zwei Platten sind identisch
IP44 & Überhitzungsschutzauch für Nassräume

Häufige Fragen

Was sind die Vorteile einer Infrarotheizung?

Die Strahlungswärme ist nach wenigen Minuten spürbar, die Montage erfolgt über eine normale Steckdose ohne Rohrsystem und Handwerkertermin. Es entsteht kaum Luftbewegung, wodurch weniger Staub aufgewirbelt wird, und eine Wartung wie bei wassergeführten Systemen entfällt weitgehend. Mit Ökostrom oder eigener Photovoltaik ist der Betrieb GEG-konform. Modelle mit Natursteinkern speichern die Wärme und geben sie nach dem Abschalten weiter ab.

Was sind die Nachteile einer Infrarotheizung?

Aus einer Kilowattstunde Strom entsteht eine Kilowattstunde Wärme, während eine Wärmepumpe ein Vielfaches daraus gewinnt – ohne eigene Photovoltaik liegen die Betriebskosten deshalb höher. In schlecht gedämmten Gebäuden steigt der Verbrauch zusätzlich. Außerdem ist es eine Einzelraumlösung: Jeder Raum benötigt ein eigenes Panel und ein eigenes Thermostat.

Ist eine Infrarotheizung als Hauptheizung geeignet?

In gut gedämmten Gebäuden, Neubauten und Passivhäusern ist das möglich; dort werden meist etwa 40 bis 60 Watt pro Quadratmeter angesetzt. In unsanierten Altbauten liegt der Bedarf deutlich höher, sodass sich der gezielte Einsatz in einzelnen Räumen eher anbietet als eine Alleinheizung.

Wovon hängen die Betriebskosten ab?

Von vier Faktoren: dem Dämmstandard, der installierten Leistung im Verhältnis zur Raumgröße, der tatsächlichen Nutzungsdauer und dem Strompreis. Ein Thermostat ist entscheidend, weil das Panel dadurch taktet statt durchzulaufen. Mit Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage fallen die laufenden Kosten deutlich niedriger aus als mit Netzstrom.

Was unterscheidet Naturstein- von Metall-Infrarotheizungen?

Ein Metallpaneel kühlt nach dem Abschalten schnell aus. Ein massiver Natursteinkern nimmt die Wärme auf und gibt sie noch eine Weile weiter ab, was die Pausen zwischen den Heizphasen verlängert. Hinzu kommt die Wirkung im Raum: Naturstein wirkt als Materialfläche, nicht als technisches Gerät.

Fazit

In gedämmten Räumen und überall dort, wo gezielt geheizt wird, spielt Infrarot seine Stärken voll aus:

  • In wenigen Minuten spürbar warm – im Bad, im Home Office, im Gästezimmer
  • Montage an der Steckdose, kein Rohrnetz, kein Handwerkertermin
  • Kaum Luftbewegung, weniger Staub – angenehm für Allergiker
  • Keine Wartung, kein Schornsteinfeger, 20 bis 30 Jahre Lebensdauer
  • GEG-konform mit Ökostrom, besonders günstig mit eigener Photovoltaik
  • Mit Natursteinkern bleibt es warm, wenn die Heizung längst aus ist

Offen bleiben damit nur drei Fragen: welcher Raum, welcher Dämmstandard, welcher Strom. Der Bedarfsrechner beantwortet sie in zwei Minuten – danach wissen Sie genau, welche Leistung Ihr Raum braucht.

Gefertigt in Bayern · 5 Jahre Garantie · Kostenfreier Rückversand